PLAN B

Batsheva Dance Company (IL)

Unter dem Titel Decadance hat Ohad Naharin mit dem Batsheva Ensemble Ausschnitte aus seinen Choreografien der letzten 20 Jahre zu einem „Best of“ zusammengeführt.  

Das Stück wurde im Jahr 2000 anlässlich Naharins 10-jähriger Tätigkeit als Leiter der Batsheva Dance Company uraufgeführt. Dabei stand der Begriff „Deca“ einerseits für die 10 Jahre (lat. „decem“ = zehn), andererseits für die 10 Tanzeinheiten, in die der Abend unterteilt ist. Naharin choreographierte hierbei einen Teil seiner Tänze neu und verband sie mit Auszügen aus seinem Repertoire, so dass ein sich ständig weiterentwickelndes abendfüllendes Werk entstand. „Es gefällt mir, meine Arbeiten auseinanderzunehmen und neu wieder zusammenzusetzen“, erläutert Naharin. Seine Stücke aus anderen Perspektiven zu betrachten und ihnen durch eine neue Struktur mehr Leichtigkeit zu verleihen, fasziniert den Choreografen.  

Mit enormer Vitalität und technischer Perfektion lassen die TänzerInnen die großartigen Einzelsequenzen mit Musik von den Beach Boys bis zu Vivaldi zu einem neuen Meisterwerk erstehen. Ein extremer Tanz mit improvisierten Bewegungen und beeindruckenden Bildern – mal kraftvoll und wild, mal zärtlich bis erotisch.  

Mit Ausschnitten aus Kyr (1990), Anaphase (1993), Sabotage Baby (1997), Naharin’s Virus (2001), Kamuot (2003), Mamootot (2003), Three (2005), George and Zalman (2006), Max (2007), Seder (2007), Sadeh21 (2011). 

 

Dauer: 75 min.

Konzept und Choreografie
Ohad Naharin

Kostüme
Rakefet Levi (außer „Seder“: Sharon Eyal)

Lichtdesign
Avi Yona Bueno (Bambi)

Musik
"Recado Bossa Nova" von Laurindo Almeida & The Bossa Nova All-Stars, "Choo Choo Cha Cha" von Rinky Dinks, "Gopher Mambo" von Yma Sumac, "Blue Rhumba" von Rolley Polley, "Lounge Volume 2" von Brad Benedict, "Chihuahua" von Luis Oliveira, "Glow Worm Cha Cha Cha" von Jackie Davis, "Ultra - Lounge Volume 9" von Brad Benedict, "It Must Be True" von John Buzon trio, "Issa Nori" von Maxim Waratt, "Train" von Goldfrapp, "Pictures" von Ohad Fishof und Maxim Waratt, "Stones Start Spinning" von David Darling, "8412" von Neina, "ヴィールス (Virus)" von Yapoos, "Untitled Track 2" von Gas (Wolfgang Voigt), "Al Ghariba" arrangiert und performt von "Al Majad" (Habib Alla Jamal & Khader Shama), "Riacho" von Guem, "Somewhere over the Rainbow" von Harold Arlen, "Hooray for Hollywood" von Don Swan & Orchestra, "Sway" von Dean Martin mit Dick Stabile & Orchestra, "Hava Nagila" von Dick Dale und the Del-Tones, "Illusion of Beauty" von Maxim Waratt, "Echad Mi Yodea" von The Tractor's Revenge und Maxim Waratt, "Favourite Final Geisha Show" von Chari Chari (Kaoru Inoue), "Flutter" von Kid606, "Ambient Trust", "Private Birds" von AGF, "Na Tum Jano Na Hum" von Lucky Ali & Ramya, "Meol" von Seefeel, "Do" von Chronomad, "You're Welcome" von The Beach Boys.

Soundtrack Design und Edit
Maxim Waratt, Ohad Fishof und Stefan Ferry

Text
Maxim Waratt (inspiriert von Charles Bukowski)

Tanz
Chen Agron, Gil Amishai, César Brodermann, Ariel Gelbart, Londiwe Khoza, Béatrice Larrivée, Shir Levy, Federico Longo, Ohad Mazor, Robin Lesley Nimanong, Tom Nissim, Igor Ptashenchuk, Tamar Rosenzveig, Lihi Shochatovitch,, Nicolas Ventura und Shaked Werner

Ein Doppelabend von Sharon Eyal und Ohad Naharin.

Nobody can hurt me without my permission“ (Gandi). Gandhis Zitat ist die konzeptionelle Grundlage von Sharon Eyals neuer Arbeit The Look für Batsheva – the Young Ensemble. Von 2005-2012 war Eyal Hauschoreografin von Batsheva und schuf dreizehn Werke für die Kompanie. Seitdem ist sie mit ihrem Partner Gai Behar auf eine unabhängige Reise gegangen, auf der sie viele von der Kritik hochgelobte Werke für führende Tanzkompanien in Israel und im Ausland geschaffen hat.

George & Zalman von Ohad Naharin aus dem Jahr 2016, ursprünglich in Auftrag gegeben für Batsheva – The Young Ensemble.

Black Milk von Ohad Naharin aus dem Jahr 1990. Eine frühe Version für Frauen wurde ursprünglich 1985 von der Kibbutz Dance Company (Künstlerischer Leiter: Yehudit Arnon) in Auftrag gegeben. Für die Batsheva Dance Company wurde eine Reproduktion des Tanzes in zwei Versionen angefertigt: Männer und Frauen.

 

Dauer: 80 min. inklusive 20 Minuten Pause

THE LOOK

Choreografie
Sharon Eyal

Künstlerische Mitarbeit
Gai Behar

Musik
Ori Lichtik

Zusätzliche Musik
"Open Again" von Thom Yorke, "Untitled" von Kasena Nankans

Lichtdesign
Alon Cohen

Kostüme und choreografische Assistenz
Rebecca Hytting


GEORGE & ZALMAN

Choreografie
Ohad Naharin

Lichtdesign
Avi Yona Bueno (Bambi)

Musik
"Für Alina" von Arvo Pärt

Kostüme
Eri Nakamura


BLACK MILK

Choreografie
Ohad Naharin

Lichtdesign
Avi Yona Bueno (Bambi)

Musik
"Rhythm Songs for One or More Marimbas", "Etude No. 3" von Paul Smadbeck

Kostüme
Rakefet Levy


Getanzt von Batsheva - the Young Ensemble, Season 2018-2019
Chen Agron, Cesar Brodermann, Ariel Gelbart, Nicolas Ventura, Shaked Werner, Beatrice Larrivee, Federico Longo, Ohad Mazor, Shir Levy, Robin Lesley Nimanong, Tom Nissim, Gil Amishai, Igor Ptashenchuk, Londiwe Khoza, Tamar Rosenzweig und Lihi Shochatovitch

In Venezuela (im Mai 2017 in Tel Aviv uraufgeführt) erforschen Ohad Naharin und seine TänzerInnen sowohl den Dialog als auch den Konflikt zwischen Bewegung und Inhalt. Die Körper der 17 TänzerInnen entladen sich in atemberaubenden Soli, elektrisieren in erotischen Duetten und scheinen mit großzügigen Gruppenbewegungen den Bühnenraum zu sprengen. Genau betrachtet, führt die Aufführung ein Doppelleben und dupliziert ihre kompositorische Struktur: Gleich zweimal sehen wir eine nahezu identische choreografische Abfolge, aber jeweils von anderen TänzerInnen performt. Dazwischen liegt ein harscher Schnitt, der die geballte Szenerie abrupt durchbricht: Stille, Blackout. Dann beginnt die Choreografie wieder von vorne. Getreu seinem eklektischen Geschmack hat Ohad Naharin Maxim Waratt einen Freibrief gegeben, um sich einen Soundtrack wie eine Reise zwischen zwei Kulturen vorzustellen. Gregorianische Songs, Rap (The Notorious B.I.G.) oder Rock (Rage Against the Machine) zeichnen den Rhythmus der Performance. Die Dringlichkeit der Gesten, die Darsteller, die in wenigen Sekunden von Weichheit zu rasender Virtuosität übergehen, machen Venezuela zu einem Stück mit einer Botschaft: Ohad Naharin glaubt immer noch daran, dass ein Zusammenleben möglich ist. Tanz hat diese Kraft, scheint der Choreograf zu sagen, das Publikum und die Darsteller in der gleichen Gemeinschaft zusammenzubringen. Kunst in Bewegung.

„Siebzehn Tänzer fluten knapp eineinhalb Stunden lang das Auditorium mit einer Energie, der niemand ausweichen und keiner widerstehen kann.“ (Dorion Weickmann, Süddeutsche Zeitung, Juli 2017)

Dauer: 80 min.

Eine Produktion von Batsheva Dance Company. In Koproduktion mit Chaillot National Theater, Paris und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden. Mit Unterstützung der Dalia und Eli Hurvitz Foundation sowie der New Works Funds of Batsheva und den American Friends of Batsheva. Besonderer Dank an The Israeli Ballroom Dancing Fund.

Konzept und Choreografie
Ohad Naharin

Lichtdesign
Avi Yona Bueno (Bambi)

Soundtrack - Design und Edit
Maxim Waratt

Musikalische Beratung
Nadav Barnea

Kostüme
Eri Nakamura

Choreografie- und Kostümassistenz
Ariel Cohen

Tanzlehrerin
Natalia Petrova

Assistenz
Omri Mishael

Tanz
Etay Axelroad, BillyBarry,Yael Ben Ezer, Matan Cohen, Ben Green, Chiaki Horita, Chunwoong Kim,RaniLebzelter, Hugo Marmelada,Eri Nakamura, Nitzan Ressler,Yoni (Yonatan) Simon, Kyle Scheurich, MaayanSheinfeld,Hani Sirkis, Amalia Smith, Imre Van Opstal und Erez Zohar

Die Batsheva Dance Company wird weltweit als eine der führenden zeitgenössischen Tanzkompanien der Welt gefeiert. Zusammen mit Batsheva – The Young Ensemble verzeichnet die Company 34 TänzerInnen aus Israel und dem Ausland. Die Batsheva Dance Company ist Israels größte Kompanie und unterhält einen umfangreichen Veranstaltungsplan auf lokaler und internationaler Ebene mit über 250 Aufführungen und ca. 100.000 Zuschauer pro Jahr.
Ohad Naharin, der als einer der weltweit führenden zeitgenössischen Choreographen gefeiert wird, wurde 1990 zum künstlerischen Leiter ernannt und trieb die Kompanie mit seiner abenteuerlichen kuratorischen Vision und seiner unverwechselbaren choreografischen Handschrift in eine neue Ära. Nach fast dreißig Jahren an der Spitze von Batsheva trat Naharin 2018 als künstlerischer Leiter zurück und ist weiterhin als Hauschoreograph der Kompanie tätig. Im September 2018 übernahm Gili Navot die Rolle der künstlerischen Leiterrin von Batsheva.
Naharin ist auch der Urheber und Erfinder der innovativen Bewegungssprache Gaga, die sein außergewöhnliches Bewegungsvokabular bereichert, die Ausbildung der Kompanie revolutioniert und sich als wachsende Kraft im Bereich der Bewegungspraktiken für sowohl Tänzer als auch Nicht-Tänzer weltweit etabliert hat.
Die Batsheva-TänzerInnen nehmen an den kreativen Prozessen im Studio teil und schaffen auch eigene Werke im jährlichen Projekt „Batsheva Dancers Create“, unterstützt vom Michael Sela Fund for Cultivation of Young Artists at Batsheva.
Die Batsheva Dance Company wurde 1964 von der Baroness Batsheva de Rothschild gegründet, die Martha Graham als erste künstlerische Beraterin engagierte. Seit 1989 ist die Batsheva Dance Company im Suzanne Dellal Centre in Tel Aviv zu Hause.

Decadance 

The Look von Sharon Eyal & Kreationen von Ohad Naharin

Venezuela